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Kunst- und Kulturausstellung 2011

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Kunst- und Kulturausstellung 2011

 

Erste Binsfelder Kunst- und Kultur-Ausstellung

im

Gemeindemuseum der Binsfelder Heimatstuben

 

Über die Osterfeiertage und am 1. Mai stellten Binsfelder Künstlerinnen und Künstler ihre Werke in den Räumen des Gemeinde- und Heimatmuseums im Rahmen einer Vernissage unter dem Motto "Binsfelder Kunst & Kultur" dem begeisterten Publikum vor.

Vor allem ermöglichte die richtige Mischung aus Kunst und Kultur ein nettes Beisammensein unter Interessierten jeden Alters.

Das machte die erste Binsfelder Kunst- und Kultur-Ausstellung, die stark frequentiert wurde, zu einem angenehmen Erlebnis für die Besucher und für die Ausstellenden.

 

Impressionen zur Kunst- und Kulturausstellung 2011 in den Binsfelder Heimatstuben (Zur Bildergalerie auf das Bild klicken.)

Impressionen Kunst- und Kulturausstellung 2011

 

Unikate Gemälde wie Leinwandbilder, Ölbilder, Aquarelle, Gemälde mit Spachtel- und Strukturtechniken, moderne wie klassische als auch gegenständliche wie Porträts-Malerei, kubistische Bilder und vieles mehr an Malkunst zeigten das hohe Niveau der Künstlerinnen und Künstler. Beeindruckend ist zudem die Detailtreue der Gemälde sowie die Präzision der Ausführung.

Zu sehen gab es auch erstaunliche Handarbeiten, Tischware, Kleidung, Unter- und Nachtkleidung sowie Porzellan aus der guten alten Zeit als auch sehr alte Zeitschriften eines Binsfelder Lebensmittelmarktes. Diese Sammlung bemerkenswerter alter und heute seltener Artefakte zeigte uns "wie´s früher war" und somit den Unterschied zwischen dem Leben am Anfang des vorigen Jahrhunderts und der heutigen modernen Zeit bewusst auf. In früheren Zeiten war es üblich, dass Hausfrauen solche wie die gezeigten Stick- und Häkelarbeiten zusätzlich zu der Hausarbeit ausführten. Da dies viel Zeit erforderte, war ein großer Familiensinn vonnöten und es musste mit viel Herz daran gearbeitet werden. Die gezeigten Handarbeiten zeigen Variationen, die früher sehr bekannt waren aber wegen der erforderlichen Präzision und Geduld immer mehr in Vergessenheit geraten.

Auch die Kinder der KiTa, haben ihre Bilder, in die sie viel Zeit und Ausdauer investierten, der Öffentlichkeit gerne präsentiert. Farbenfrohe Malerei und Bastelei zeigen uns, wie Kinder ihre Welt und die Natur erleben. Alle Bilder sind kommentiert und mit dem Namen des Kindes ausgestellt.

Interessante Einblicke in die Welt der Mineralien gewährte die Präsentation seltener Kristalle, Quarze, Fossilien und Steine, die sich durch ihren künstlerischen Schnitt und den arbeitsintensiven Schliff auszeichnen und nach systemischer Ordnung präsentiert wurden. Alle Steine stammen aus der hiesigen Umgebung und wurden mit Beschreibung von Art und Fundort versehen. Die Wirkung der Zusammenstellung ist hinsichtlich der Vielfalt, der Ordnung nach Farbe, Größe und Schliff für den Betrachter immer wieder beeindruckend.

Bemerkenswert ist neben der weltlichen Kunst und Kultur auch die kirchliche. Mit Stickereien verschiedenster Art, wie Kreuzstich, Nadelmalerei, Schattenstickerei und Häkelarbeiten künstlerisch aufwendig gestaltete Paramente, wie Altardecken, Stolen, Messgewänder aus jahrhunderter alter als auch aus moderner Zeit, erstaunten durch ihre Präzision in der Herstellung. Alle ausgestellten Stücke sind unikate und wertvolle Handarbeiten. In den Binsfelder Heimatsstuben wurden auch mit der Technik der Nadelmalerei verschönerte Paramente vorgestellt. Stickarbeiten aus besonders hergestellten Fäden aus edlen Drähten wie Gold, Silber, Kupfer, den sog. Seidenpapiergoldfäden, beeindruckten durch ihre hohe Farbbrillanz. Hierbei wurde feines Seidenpapier zu Fäden gedreht und mit weiteren sehr feinen Metallfäden aus Kupfer, Silber oder mit Goldfäden umwickelt. Mit diesen Fäden wurden nun wunderschöne Stickarbeiten, die auch nach Jahrhunderten in ursprünglichem Glanz erstrahlen, ausgeführt. Anzumerken ist, dass noch vor wenigen Jahrzehnten solche Stickereien auch von Binsfelder Frauen erstellt wurden. Interessant dabei ist, dass auch Binsfelder Frauen in sehr hohem Alter mit der Hilfe einer Lupe solche Präzisions-Stickereien ausführten und bemerkenswerte Stickarbeiten herstellten.

Früher und auch noch heute gehört es in vielen Häusern zum Leben dazu, mit religiösen Zeichen im Haushalt den Glauben zu zeigen. Zu den Devotionalien, die nicht nur Glaubensbekenntnis sondern auch Zufluchtsort in schweren Zeiten waren, zählen Kreuze, Heiligenfiguren und -bilder, Kreuz mit Weihwasserbecken, Rosenkränze, Ikonen und vieles mehr. Die Besucher konnten eine Auswahl der in Binsfeld vorhandenen und liebevoll restaurierten Heiligenfiguren sehen. Große und kleine Figuren zeigten die Vielfalt des Engagements der Restauratoren. Interessant war auch ein Holzkreuz, das in der dargestellten Form natürlich gewachsen war und durch das geübte Auge eines Sammlers entdeckt wurde. Auf einem Messbuchständer, den eine Binsfelderin aus sehr altem Bestand vor dem Verfall rettete, wurde ein Bildband der Restaurationsarbeiten von Wegekreuzen ausgelegt.

Die Ausstellung in den Binsfelder Heimatsstuben auf den zwei Etagen des Gemeindemuseums fand eine sehr große Resonanz. Sehr viele Gäste besuchten die Ausstellung in den Binsfelder Heimatstuben und überzeugten sich von dem hohen künstlerischen Niveau und waren begeistert von der Vielfalt der ausgestellten Werke.

Auch die Schlichtheit der Räumlichkeiten verbunden mit der kooperativen Zusammenarbeit der Ausstellenden bildete einen österlichen Ruhepol zu einer von Reizen überfluteten Welt. So konnten die Besucherinnen und Besucher sich ganz auf die künstlerische Präsentation der Exponate konzentrieren.

Wir bedanken uns bei allen Ausstellenden und den Künstlerinnen und Künstlern recht herzlich. Auch den Damen und Herren, welche die Binsfelder Stuben des Gemeindemuseums vor der Ausstellung in Ordnung brachten, anstrichen, reinigten, Gardinchen nähten und an den Fensterchen anbrachten und das Gebäude innen und außen schmückten und auch Aufsicht führten, gebührt ein herzliches Dankeschön.

Anzumerken bleibt noch, dass sich spontan weitere Mitbürgerinnen und Mitbürger gemeldet haben, die bei der nächsten Ausstellung auch ihre Werke gerne ausstellen möchten. Wir freuen uns alle sehr darauf.

Vielen Dank an alle.

 

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