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Weisergatter in der Kaas

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Weiser- und Kontrollgatter

In unserem Forstrevier wurde damit begonnen, zwei sogen. "Weiser- bzw. Kontrollgatter"_im Bereich "Kaas"_zu bauen.
Diese 2 Meter hohen, schwarzen Kunststoff-Wildschutzzäune umschließen ca. 1.ooo Quadratmeter_naturverjüngungsfähige Waldflächen, sind in etwa kreisrund (Durchmesser 36 m).



Diese Gatter sollen die Naturverjüngungsmöglichkeiten der seltenen Baumarten Weißtanne und Eiche ohne Wildeinfluss darstellen - verhindern die großen Schalenwildarten Reh-, Schwarz- und Rotwild doch durch Fraß-, Verbiß- und Fegeschäden in der Praxis meist das ungestörte Keimen und Wachsen und damit den Erhalt dieser wichtigen Baumarten.

Schon in wenigen Jahren wird die Natur innerhalb dieser Gatter zeigen, was sie kann!_Anhand dieser erwarteten Waldbilder kann man der Bevölkerung und vor allem den Jagdpächtern demonstrieren, wie wichtig eine angepasste Wilddichte und die hierfür nötigen Bemühungen der Jäger beim Erfüllen der Abschüsse sind._Für die objektive Festlegung der Abschusshöhe sind sie eine gute Argumentationshilfe.

Die bei uns massenhaft aufkommenden Fichten- und Kiefernverjüngen, die vom Wild kaum geschädigt werden,_müssen durch andere Baumarten ergänzt und bereichert werden; sie allein sollten unser Waldbild der Zukunft nicht bestimmen.

Vor allem die Fichte wird durch den drohenden Klimawandel in unseren Wäldern langfristig Überlebensprobleme bekommen - darin sind sich Experten einig._Eichen, Tannen und auch Douglasien werden den Klimawechsel aller Voraussicht nach besser verkraften, müssen also gefördert, aber leider auch aufwändig geschützt werden, solange die Wilddichten nicht auf ein waldverträgliches Maß reduziert sind.